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„Die Hölle am Himmel“

„Die Hölle am Himmel“

Liebe Leute,

in der aktuellen Zeit gibt es ein wirklich interessantes Dossier zum Thema Flugreisen und auch ein spannendes Interview

Ich möchte euch mit ein paar Zitaten Lust auf die Lektüre machen:

„Es gibt tatsächlich eine Generation, die mit Ryanair und Easyjet groß geworden ist. Die wird begreifen müssen, dass sie eine unglaubliche Ausnahmesituation erlebt hat – die zu sehr auf Kosten der Umwelt geht. Diese Leute müssen ihr Verhalten ändern – aber dazu sind Menschen durchaus in der Lage. Es wird ihnen allerdings leichterfallen, wenn es Alternativen gibt. Wenn beispielsweise die Bahnstrecken endlich ordentlich ausgebaut werden. In ganz Europa. Bisher gilt die Bahn bis zu 500 Kilometern als das beste und komfortabelste Verkehrsmittel. Diesen Radius müssen wir ausweiten.“

„Fliegen ist nur deshalb so erschwinglich, weil der Staat es unterstützt. Weil er die Schäden ignoriert, die das Fliegen anrichtet. Denn Flughäfen bringen Wirtschaftswachstum, Jobs, Tourismus, Messegäste. Flughäfen machen Städte attraktiv. “

„Womöglich würde sich das Fliegen dann in das zurückverwandeln, was es einmal war: in eine Möglichkeit, weit entfernte Länder, andere Kontinente zu entdecken, nicht Düsseldorf. Das wäre zwar nicht die Lösung. Aber es wäre ein sehr guter Anfang. “

 

Ja, es ist möglich innerhalb Deutschlands und Europas mit der Bahn zu fahren, auch wenn die Strecken etwas länger sind. In den letzten Jahren habe ich das so gemacht. Es kostet etwas mehr Zeit, das stimmt. Aber es ermöglicht wundervolle Zwischenstopps. Die Reise nach Rom hätte ich sonst sicher nicht mit einem Besuch bei Freunden im Tessin oder einem Abstecher nach Florenz verbunden. Nach London fahre ich nur noch mit dem Zug, das ist einfach so viel entspannter als mit dem Flugzeug (der Weg von den Flughäfen in die Londoner Innenstadt ist einfach nicht besonders kurz oder günstig und mit dem Bus bei Berufsverkehr echt einfach nur anstrengend!). Auch Paris oder Brüssel sind super angebunden ans deutsche Streckennetz. In der Schweiz ist Zugfahren einfach wundervoll, die Bahnen sind super pünktlich, weil die Fahrpläne nicht so eng getaktet sind und die Aussicht auf die Berge ist einfach fantastisch.

Was meint ihr? Wäre eure nächste Reise auch mit der Bahn statt mit dem Flugzeug möglich?

Stillen und Essen

Stillen und Essen

Auch zum Thema Stillen und Essen fragten wir uns vor der Geburt unserer Tochter, was wir wohl alles brauchen. Inzwischen wissen wir mehr…

  • Stillkissen: hatte ich von einer Freundin geliehen. Und hab es im Grunde nicht benutzt, Stillen funktionierte für mich im Liegen bzw. mit Sofakissen irgendwie besser. Und sobald das Stillen gut klappt geht das sowieso überall. Zum Glück habe ich mir keins gekauft, das hatte ich nämlich vorher überlegt.
  • Stilleinlagen: die Wolle-Seide-Teile, z.B. von Elanee oder dm, sind für mich eh viel angenehmer auf der Haut als Einmal-Teile: Man trägt die Seite mit der Seide (= nicht die flauschige) zum Körper. Und mehr als 3-4 Paar brauchte ich nicht, habe die immer abends ausgewaschen und zwischen einem Handtuch trocken gepresst. Eigentlich hätten daher 2 Paar gereicht, aber unterwegs war‘s schon praktisch das ein oder andere Paar mehr zu haben. Hier kann man viel Müll und Verpackung und Geld sparen.
  • Milchpumpe und viele Flaschen: braucht Frau natürlich nur, wenn sie z.B. während der Stillzeit wieder arbeiten geht oder aber auch mal länger ohne Baby unterwegs sein möchte/muss. Ich hatte alles von einer Freundin geliehen (die die Sachen Second Hand erstanden hat). Und das ganze Equipment wird eh vor jeder Benutzung sterilisiert, daher auch kein Grund zur Sorge, dass es nicht sauber sein könnte. Viele Flaschen sind sinnvoll, um eine Milchvorrat im Gefrierfach zu haben. Wenn man nicht so viele Flaschen hat müsste man in andere Gefäße umfüllen oder Einmal-Tütchen verwenden.  Ebenfalls geliehen hatte ich eine kleine Kühltasche samt Kühlakku, der genau zwischen 4 Flaschen passte. Tatsächlich sehr praktisch für die Tage im Büro, kann man aber sicher auch mit schon vorhandenen Kühltaschen/-akkus machen.
  • Apropos sterilisieren: ein Dampfsterilisator für die Mikrowelle, sofern man eine hat, ist tatsächlich eine feine Sache. Aber auch eine, die in vielen Kellern/Speichern bei Freunden und Familie stehen dürfte (so wie bei uns, wir hätten drei leihen können 😉 ) und gut zu leihen ist, da man sie nur kurz braucht.
  • Babygeschirr für Beikost:
    • Plastikschälchen für Brei bekamen wir Second Hand (unsere Patenkinder sind jetzt schon groß und essen mit richtigem Geschirr)
    • Plastiklöffel: da haben wir eine bunte Mischung – geerbt, geschenkt bekommen, schon in der Küche gehabt. 4 Stück reichen uns.
    • Glas: unsere Tochter trank am Anfang aus einem kleinen Gläschen, das wir von einer Weinprobe mitgebracht hatten. Da wir das Glas eh mit ihr zusammen festhielten, hatte ich auch keine Bedenken ihr Glas statt Plastik zu reichen. Inzwischen ist sie aber natürlich größer und will alles alleine machen. Da ist ein bruchsicherer Becher tatsächlich hilfreich, 4 Stück reichen bei uns bisher.
    • Eiswürfelform zum Einfrieren von Brei: die, die wir eh schon daheim hatten. Eine Form reicht, die Würfel einfach in eine Dose umfüllen, sobald sie fest sind.
    • Plastikdosen zum Aufbewahren des Breis: hatten wir auch schon in der Küche
  • Fläschchenwärmer und Dampfgarer (der auch Pürieren kann): sind nett zu haben und machen den Alltag schon leichter. Es geht auf jeden Fall auch ohne, so haben wir das gemacht bevor wir beides von Verwandten leihen konnten. Gehören aber auch zu den Geräten, die man nicht lange braucht (ca. 1 Jahr), d.h. es gibt bestimmt jemanden in eurem Bekanntenkreis, der so was ungenutzt im Schrank stehen hat und es euch gern verleiht oder weiterverkauft. Dampfgaren und Pürieren kann man aber auch genauso gut (manchmal sogar besser, wenn man direkt viele Portionen machen will) mit einem Dampfgareinsatz für den Topf und Mixer/Pürierstab.
Helfer für den Alltag

Helfer für den Alltag

Zugegeben, es ist auch gar nicht einfach als Ersteltern den Überblick im Dschungel von Angeboten speziell fürs Baby den Überblick zu behalten. Eine einfache Regel dazu ist aber: man braucht viel weniger als man so denkt! Hier möchte ich mit euch eine kurze Liste von Dingen teilen, die uns das Leben wirklich leichter machen und euch erzählen wie wir selbige in unseren Haushalt bekommen haben. Ihr werdet beim Lesen feststellen, dass ihr das Meiste wunderbar Second Hand erwerben oder von Freunden & Familie leihen oder erben könnt; gerade die Sachen fürs Baby braucht man nur kurze Zeit und sie sind danach fast wie neu, auch in 5. Generation 😉

  • Transport: Geschenkt bekommen haben wir uns ein elastisches Tragetuch (heißgeliebt) und einen Fahrrad-Anhänger (da wir kein Auto haben, eine wichtige Transport-Option), der Kinderwagen ist von Freunden geliehen. Wir dachten erst, dass wir nur mit dem Rad-Anhänger auskommen (also ganz ohne Kinderwagen), müssen aber zugeben, dass es schon gut ist, dass die Kleine am Anfang einen Wagen hatte, in dem sie richtig liegen konnte. Ist auch besser für ihren Rücken. Eine Manduca Trage haben wir für die Zeit nach dem elastischen Tragetuch (geht nur bis ca. 9 kg  und für mich war es ab ca. 7 kg schon nicht mehr bequem) Second Hand gekauft.
  • Möbel:
    • Wickeltisch: ein Familien-Erbstück. Bekam neue Seitenwände (mein Mann hatte Spaß beim Sägen und Anschrauben) und eine neue Lackschicht (ich hatte Spaß beim Anmalen, ja ist sehr Geschlechterrollen-Klischee, aber hey, nobody’s perfect). Jetzt ist er nicht mehr rot sondern grün und die ganze Familie findet, dass die Farbe viel besser ist als die alte. Eine neue Wickelunterlage haben die Großeltern geschenkt, ebenso das Mobile, das drüber hängt (gebastelt von der Oma, Glückskraniche)
    • Einen TrippTrapp (hält ja angeblich ein Leben lang) bekamen wir geschenkt, der ist also neu gekauft. Die Dinger sind aber so stabil, dass die auch Second Hand noch gut sein müssten.
    • Aufsatz für den TrippTrapp und eine Babywippe: konnten wir leihen. Verwenden wir aber kaum, da wir von der Physiotherapeutin unseres Vertrauens gelernt haben, dass das für den Babyrücken eh nicht so toll ist. Eher als Hilfsmittel für die Eltern zu sehen, wenn sie mal dringend die Hände frei haben müssen. Braucht man also nicht unbedingt – und vor allem braucht man die Sachen wieder nicht so lange (ca. 6 Monate), leihen lohnt sich!
    • Kinderbetten: Am Anfang hatten wir ein Babybay, das ist sehr praktisch weil man das Baby so nah hat, aber nicht im eigenen Bett. Gab es für uns Second Hand von Freunden. Über Ebay-Kleinanzeigen haben wir das Kinderbett, dass inzwischen das Babybay abgelöst hat, gefunden.
  • Spielzeug: wir bekamen einiges geschenkt, es gab viel noch im Keller der Großeltern, gekauft haben wir nichts. Uund nein, der Vorfreude auf das Baby hat es nicht geschadet nicht für sie nicht schoppen zu gehen, stattdessen waren mein Mann und ich in der Zeit öfter im Kino oder Essen und haben die zweisame Zeit genossen. Schöne Spielsachen für die ersten 9 Monate waren: Rassel, etwas das knistert, etwas aus Holz, etwas aus Stoff, ein Ball, evtl. etwas, das man an einer Kette über den Kinderwagen hängen kann (da hing aber auch schon eine von den Babymützen, einfach am Bändel umgedreht aufhängen, macht ein fantastisches Spielzeug!). Stofftier zum Greifen mit Rassel drin, ein Knister-Stoffbuch, ein Holz-Ring Spielzeug und ein O-Ball waren die vier Lieblingsteile meiner Tochter im ersten halben Jahr. Sie spielt eh am liebsten mit Alltagsgegenständen.
  • Spieluhr: Funktioniert für uns gut als Abendritual. Die Spieluhr, die ich selbst als Baby geschenkt bekommen hab, haben wir mit neuer Melodie aufgepeppt.
  • Krabbeldecke: selbstgenäht, mit Tier-Applikationen. Nä, wat war ich stolz auf dieses Meisterwerk 😉 Aber im Grunde braucht man die nicht unbedingt. Die bessere Rückmeldung zur Bewegung und dem eigenen Körper bekommen die Kinder eh auf hartem Boden. Im Grunde tut es aber auch jede andere kleine Decke, die hat dann auch direkt den Vorteil als Decke für unterwegs im Kinderwagen etc. zu dienen (wir haben da noch weitere Decken geschenkt bekommen/geerbt, die kommen zum Einsatz wenn wir unterwegs sind)
  • Mullwindeln/Spuktücher: gibt’s Second Hand oder ihr bekommt sie, wie wir, geschenkt. 6 Stück reichen uns
  • Babybadewanne: für uns sehr hilfreich, da wir im Bad nur eine Dusche haben. Geerbt.

Ihr habt nicht das Glück so viel von Freunden und Familie erben zu können? Überlegt euch was ihr wirklich braucht und macht eine Wunschliste. Es gibt so viele Leute, die euch gern etwas schenken wollen werden. Und am liebsten etwas, dass ihr auch brauchen könnt. Am besten rechtzeitig kommunizieren, sonst bekommt ihr, wie wir, 3 weitere Spieluhren die ihr gar nicht haben wollt weil ihr schon eine habt…

Liste von Baby-Zubehör, das für uns wirklich praktisch ist
  • Trage(tuch)
  • Kinderwagen: kann man auch gut leihen! Wenn man eh langfristig mit Fahrrad-Anhänger unterwegs ist, dann muss man nur ca. 6-9 Monate einen Wagen mit Babyschale haben und danach ist Buggy-fahren im Rad-Anhänger angesagt
  • Fahrrad-Anhänger
  • Wickeltisch + Auflage (man kann natürlich auch einfach auf dem Boden wickeln, wenn‘s der eigenen Rücken/die Gelenkigkeit zulässt 😉 )
  • Babybett
  • Hochstuhl
  • Mullwindeln/Spuktücher, 6 Stück
  • Spieluhr
  • ein paar Spielsachen
  • ggf. (Krabbel-) Decke o.ä.
  • ggf. Autositz
  • ggf. Stoffwindeln & Töpfchen  –  dazu mehr in einem separaten Artikel

Was sind eure Erfahrungen? Worauf möchtet ihr nicht mehr verzichten? Was klang im Vorfeld hilfreich, war aber total unnötig? Ich freue mich auf eure Kommentare!

Was zieh ich an?

Was zieh ich an?

Fangen wir an: Hier ist eine Liste von Kleidung, die ich für das Baby wirklich sinnvoll finde. Und vorweg kann ich sagen, das sind viel weniger Teile als ich anfangs gedacht hätte. Ich habe tatsächlich kein einziges Kleidungsstück für meine Tochter gekauft, auch das hätte ich vorher nicht gedacht. Das ein oder andere Teil habe ich genäht, ansonsten haben wir mehr geerbt, als ich meiner Tochter anziehen kann. Da haben wir natürlich Glück, nicht alle sind in dieser luxuriösen Situation. Aber Second Hand Läden und Flohmärkte für Kindersachen gibt es wie Sand am Meer. Es ist eh besser für die Kleinen keine neue Kleidung zu nehmen, dann sind die Schadstoffe aus der Kleidung nämlich schon rausgewaschen. Günstiger ist es übrigens auch 😉 Die Liste mit Baby-Kleidung als Erstausstattung entspricht den Teilen, mit der wir drei Wochen Sommer-Urlaub bestritten haben (2x waschen unterwegs). Das ist sicher ein guter Richtwert. Body+Hose ist übrigens eine ganz tolle, ausreichende Kombination. Mehr anziehen als nötig finden die meisten Babys eh blöd 😉

Erstausstattung
  • für ein Sommerkind
    • Bodies, Langarm: 5
    • Body, Kurzarm: 1
    • Socken: 2 Paar
    • Jacken: 2, eine dünnere, eine dickere
    • Hosen: 3 (2 davon mit Füßen – sehr praktisch weil man keine Socken braucht, allerdings wachsen die Kinder da aber schneller aus einer Größe raus)
    • Mützen: 2
    • Halstücher: 2
    • Ganzkörper-Fleece-Anzug: 1
    • Schlafanzüge (Ganzkörper): 2
    • Schlafsäcke: 2 (es ist ganz praktisch einen zweiten zu haben falls man mal waschen muss…)
  • zusätzlich für ein Winterkind:
    • Strumpfhosen: 2-3 Paar
    • Pullover/Langarmshirts: 3
  • zusätzlich für Frühlings-/Herbstkinder:
    • andere Verteilung der Bodies: 3 Kurzarm, 3 Langarm
    • und ebenso wie für die Winterkinder 2-3 Pullover/Langarmshirts oder einfach eine Strickjacke mehr als in der Sommerkinder-Liste
Alles rund ums Baby – oder brauchen wir da nicht unglaublich viele neue Sachen?

Alles rund ums Baby – oder brauchen wir da nicht unglaublich viele neue Sachen?

Eine häufige Reaktion auf die Ankündigung ein Kind zu bekommen war: „Oh, wie schön! Dann kannst du jetzt ja so viele süße Kindersachen kaufen!“ Das hat mich doch überrascht. Ja, es gibt mit Sicherheit viele Sachen, die das Leben mit Baby leichter machen und unfassbar niedlich sind. Und ja, es muss auch was anziehen. Aber so unglaublich viele Dinge für so ein kleines Wesen wollten wir eigentlich nicht anhäufen. Denn wie alle Eltern wollen mein Mann und ich unserem Kind unsere Werte vermitteln, in dem Fall Wertschätzung von Menschen statt Dingen, Umweltbewusstsein, DIY, Minimalismus.

Allerdings findet man überall Berichte zu den tollen Hilfsmitteln, ohne die heute kein Kind mehr aufwachsen kann oder sollte. Und im Rausch des Verliebstseins mit dem Baby möchte ich natürlich der Kleinen ja alles bieten, damit es ihr gut geht. Gerade was den Umgang mit Kindern angeht, gibt es in meiner Umgebung viele absolute Meinungen dazu, was man unbedingt (nicht) machen sollte. Gar nicht so einfach da die Balance und den eigenen Weg zu finden. Hier in dieser Kategorie findet ihr Erfahrungs-Berichte über unseren Versuch, mit wenigen Dingen fürs Kind auszukommen.

Unsere Gründe für diesen minimalstischen Ansatz:

  • Der Fokus liegt auf der gemeinsam verbrachten Zeit
  • Ressourcen werden gespart: alles was ich nicht kaufe, muss nicht produziert, verpackt und transportiert werden.
  • Spart Geld
  • Weniger Zeug in der Wohnung, das Chaos verbreiten kann und somit nervt/aufgeräumt/gepflegt werden will = spart Zeit, schafft Klarheit und Ordnung
  • Weniger Gegenstände zu besitzen, die unter zweifelhaften Bedingungen für andere Menschen/die Umwelt produziert wurden machen mein „grünes/faires Gewissen“ glücklich
  • Schadstoffe sind aus der Kleidung schon ausgewaschen bzw. es werden insgesamt weniger Schadstoffe in Umlauf gebracht (schützt uns und die Arbeiter bei der Herstellung und die Umwelt hier und dort). Nachzulesen: [1] [2] [3]
  • Man lernt flexibel zu sein und kann jederzeit mit dem Baby auch unterwegs sein, ohne, dass man in Panik verfällt, weil das ultimative Riesen-Spielzeug, der unglaublich praktische Hochstuhl oder, oder … nicht dabei sein können. Meiner Erfahrung nach ist es immer leichter sich nie an etwas gewöhnt zu haben als es dann wieder loszuwerden.
  • Dem Baby ist es eh egal, solange Papa & Mama da sind, es regelmäßig Schlaf und Essen bekommt und es dabei bequem, warm und trocken ist.
  • Die meisten Sachen fürs Baby braucht man nur kurz, denn ja, sie werden so schnell groß. Daher ist es einfach die Sachen auch gebraucht in bestem Zustand zu kaufen/leihen. Und der, der es verleiht freut sich, dass es nicht blöd im Weg rumsteht und Platz wegnimmt.

Was sind eure Ideen zum Leben mit (kleinen) Kindern, eure Erfahrungen, was man braucht, oder eben nicht? Ich freue mich zu lesen, wie ihr das so macht!

Wasser

Wasser

Habt ihr euch schon mal gefragt, warum wir eigentlich Mineral-Wasser/Soft-Drinks/Saft in Flaschen oder Tetrapacks kaufen? Man macht das irgendwie so, im Zweifel für den Besuch, dem man etwas Ordentliches anbieten möchte. Erst nachdem ich mir abgewöhnt hatte Sprudelwasser zu trinken und für mich selbst immer den Wasserhahn aufdrehe, fiel mir auf, was für eine unglaublich sinnlose Angelegenheit diese Getränke sind. Bleiben wir der Einfachheit halber mal beim Wasser. Das wird abgefüllt, mit LKWs quer durchs Land (oder auch länderweit, warum kann man bei uns italienisches Wasser und in den USA Gerolsteiner Sprudel kaufen?) gefahren, im Supermarkt gestapelt von wo aus es mühsam heimgeschleppt oder noch öfter mit dem PKW heimgefahren wird. Dabei hat jeder von uns zuhause eine Wasserleitung liegen. Und anders als in einigen anderen Ländern dieser Welt haben wir den unglaublichen Luxus, dass diese Wasserleitung bequem zu erreichen ist und das Trinkwasser höchste Qualität hat.

Und was ist jetzt mit dem Besuch, der das doch irgendwie gewöhnt ist? Wir hatten anfangs noch immer eine Kiste Sprudelwasser für den Besuch da, aber haben dann festgestellt, dass das auch nicht nötig ist. Unsere Freunde und Familie kommen auch vorbei, wenn sie nur Leitungswasser bekommen. Das man übrigens für den Besuch mit einer Scheibe Zitrone oder einem Blatt Minze super aufpeppen kann. Sieht auch hübsch aus in einer Glaskaraffe. Tee gibt’s bei uns auch immer. Da kann man jetzt streiten wie nachhaltig es ist, dass der aus Indien/China etc. eingeführt wird. Klar ist es noch besser einfach nur Wasser zu trinken. Aber wenn es denn mal etwas anderes sein soll, ist Tee eine gute Option. Ich persönlich kann Tee ja, anders als Kaffee, auch ganz wunderbar ohne Milch trinken, was die Klimabilanz direkt positiv beeinflusst. Loser (Bio)Tee aus dem Teeladen schmeckt zum einen besser, macht zum anderen Eindruck auf den Besuch, wenn der sich aus einer großen Sammlung hübscher Teedosen die beste Sorte aussuchen darf und spart Verpackungsmüll, vor allem wenn man mit den Dosen zum Laden geht und der Tee dort direkt eingefüllt wird. Ist übrigens auch billiger als der Beuteltee aus dem Supermarkt, umgerechnet aufs Gewicht. Und einige Sorte Tee aus Deutschland (z.B. bei Kräutergarten Pommerland, Mutter Erde) oder England  (Tregothnan) gibt es auch.

Ach ja, noch ein Wort zu soft drinks und Saft: die sind eh voller Zucker, demnach nicht (übermäßig) gesund. Lecker fand ich die auch nur, bevor ich angefangen habe meinen Zuckerkonsum einzuschränken. Und macht sich gut als Luxus, den ich mir gern mal leiste wenn ich im Café sitze und da nicht nur Leitungswasser trinken mag. Das Café will ja immerhin auch was verkaufen, der Leitungswasser trinkende Gast ist da natürlich verständlicherweise nicht so beliebt 😉

einfache Veränderungen: Teil 5 – Energie

einfache Veränderungen: Teil 5 – Energie

Energie sparen und erneuerbare Energien nutzen ist ja nicht nur seit der Energiewende in aller Munde. So einfach gehts:

  1. Ökostrom beziehen, der Wechsel ist gar nicht so schwer. Aber Achtung, nicht alles was öko heißt ist auch vollständig aus erneuerbaren Energien. Einen guten Überblick gibt es hier
  2. Ferngesteuerte Steckdosen anschaffen: Wenn man weiß, wo die Fernbedienung liegt, kann man mit einem Klick Licht an und aus machen, gilt natürlich auch für alle anderen Elektorgeräte, die sonst im Standby Strom verbrauchen würden. So muss man nicht mühsam alles einzeln ausschalten, und kann nebenbei noch den Besuch beeindrucken (falls der noch schmollt wegen des fehlenden Mineralwassers 😉 )
  3. Spülmaschine nutzen statt per Hand spülen – das ist doch mal eine super Nachricht 🙂

 

Für Fortgeschrittene:

  1. Geräte die kaputt gehen nur ersetzen, wenn ihr wirklich nicht auf sie verzichten könnt. Braucht ihr wirklich einen Fernseher wenn ihr eh einen Laptop habt?
  2. Beim Neukauf von Geräten wie z.B. Kühlschrank auf die Energieeffizienz achten. Ich habe selber festgestellt, dass der neue Kühlschrank mit guter Energiestufe vielleicht etwas teuer war, aber bei der Stromrechnung hatten wir das schnell wieder raus.
  3. Abschalten: Mehr Zeit mit Freunden, in der Natur oder beim Sport verbringen statt vor Computer, Handy oder Tablett zu sitzen.
einfache Veränderungen: Teil 4 – Unterwegs sein

einfache Veränderungen: Teil 4 – Unterwegs sein

Gerade unterwegs, wenn man in Eile ist oder Stress hat, greift man gerne zu schnellen, aber wenig sinnvollen Lösungen. Hier 3 Tipps, die ihr im Vorfeld eines Arbeitstages/einer Reise anwenden könnt:

  1. Etwas Essbares dabei haben, z.B. einen Apfel o.ä.. Verhindert Spontankäufe von ungesunden und plastik-verpackten Snacks
  2. Eine Flasche Wasser dabei haben. Dafür lohnt es sich evtl., eine schöne Mehrweg-Flasche anzuschaffen. Ich mag ja die von aladdin.
  3. Unterhaltungsprogramm mitbringen/Zeitung als Online-Abo lesen (in Zeiten des Smart-Phones gibt’s da wirklich keine Ausrede), dann kann man auf Zeitschriften, Bücher etc. aus dem Bahnhofskiosk gut verzichten.

Für Fortgeschrittene:

  1. Butterbrot schmieren, Obst oder Rohkost einstecken. Definitiv günstiger als ein belegtes Brötchen vom Bäcker und kann in einer Mehrwegdose oder -tüte transportiert werden.
  2. Keine Pappbecher verwenden. Einen eigenen Becher mitbringen und das Lieblings-Café überzeugen den zu befüllen, oder ihn direkt zuhause befüllen (der Kaffee/Tee ist auch lecker, und günstiger, und hat weniger Zucker als so ein Kaffee-Ketten Getränk). Vielleicht habt ihr auch Glück, und euer Lieblings-Café bietet Mehrweg-Becher an (wie es z.B. die Black Coffee Pharmacy. Bonn tut).
  3. Wartezeiten am Bahnhof: statt einem Aufenthalt in den Geschäften bietet sich eine Auszeit in einem Café oder bei einem Treffen mit Freunden/Familie an. Das erfordert ein wenig Organisation im Vorfeld oder Spontanität bei allen Beteiligten, schafft aber sicher erfüllenderere Erinnerungen als ein Shopping-Ausflug.
einfache Veränderungen: Teil 3 – Konsum

einfache Veränderungen: Teil 3 – Konsum

Konsum einschränken! Das klingt schon sehr nach Verzicht, nicht wahr? Aber nur auf den ersten Blick. Denn es schaft Raum für Achtsamkeit auf eure wahren Bedürfnisse und Beziehungen zu den Menschen, die euch wichtig sind. Außerdem spart ihr jede Menge Geld und somit Zeit, denn ihr müsst weniger verdienen und daher weniger arbeiten. Wenn das nicht glücklich macht! Konsum soll uns helfen, wenn wir uns nach Zugehörigkeit, Anerkennung und Identität sehnen. Werte, die mit Besitz von Dingen allerdings sehr wenig zu tun haben. Wenn ihr also Konsum meidet könnt ihr euch wahrhaftig damit außeinandersetzen, wie ihr SEIN möchtet, nicht was ihr besitzen wollt.

Hier also 4 Tipps zur Reduktion von Konsum:

  1. Eine Anschaffungsliste haben, so dass Frust-/Langeweile-/Verkaufsoffener Sonntag-Einkaufen wegfällt oder ihr zumindest etwas kauft, was ihr wirklich braucht
  2. Bücherei-Ausweis anschaffen: Bücher, (Video)Spiele, DVDs, Musik, e-Books bekommt ihr hier
  3. Zeit statt Zeug schenken. Sind nicht Erinnerungen an gemeinsam verbrachte Zeit das, was wirklich glücklich macht?
  4. Second Hand (ver)kaufen: gilt für Kleidung, Möbel, Spielzeug… hm, eigentlich fast alles

Für Fortgeschrittene:

  1. Fragt euch vor jedem Einkauf: brauche ich das wirklich? Macht mich das glücklich?
  2. Hochwertige und nachhaltig produzierte Produkte kaufen. Sind etwas teurer, halten dafür aber länger und die Versuchung viel zu kaufen ist durch den Preis geringer
  3. Ausmisten: alles was ihr nicht wirklich braucht wieder unters Volk bringen. Jemand anderes freut sich und muss es nicht neu kaufen
  4. Tauschen und teilen, z.B. über Nachbarschaftsportale, Flohmärkte, Ebay Kleinanzeigen
Das eigene Auto abschaffen

Das eigene Auto abschaffen

Das eigene Auto abschaffen, sagt sich sehr leicht für mich – ich hatte nie eins. Da ich selber also keine Erfahrung damit habe, wie es mir mit dieser Veränderung ergehen würde, habe ich einen guten Freund gebeten einen Gastartikel zu schreiben. Und so will ich euch gar nicht mit weiterer Vorrede aufhalten sondern wünsche euch viel Spaß mit dem spannenden Erfahrungsbericht von Hans:

Warum ich kein eigenes Auto brauche

Um die Frage zu beantworten, warum ich glaube, kein eigenes Auto zu brauchen, muss ich zunächst einmal erklären, warum ich mal glaubte, eines zu brauchen.

Ich ergriff damals die Möglichkeit, meinen Eltern ihr Auto, einen VW Polo, abzukaufen. Neben der Lösung meines Pendelproblems (Vollzeitbeschäftigung in Tübingen, Nebentätigkeit im 30km entfernten Nürtingen) ergaben sich viele weitere Vorteile wie regelmäßige Ausflüge in die Umgebung und eine deutlich schnellere Anreise zum Stuttgarter Flughafen, was mir bei meiner Fernbeziehung nach Berlin auch sehr entgegenkam. Zugegeben, für viele dieser vermeintlichen Vorteile hätte es auch andere ähnlich bequeme Lösungen gegeben, doch dazu später.

Als ich aus Tübingen weg nach Berlin zog, habe ich mein Auto wie selbstverständlich mitgenommen. Schließlich hatte ich mich an den Komfort eines eigenen Autos gewöhnt. Allerdings dauerte es in Berlin nicht sehr lange, bis mir die Nachteile eines eigenen Autos in einer Großstadt mit einem sehr gut ausgebautem Nahverkehrssystem und auch vielen weiteren Alternativen zum eigenen Auto deutlich wurden. Mein Auto stand zunehmend wochenlang ungenutzt herum, da ich fast alles mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Nahverkehr erledigen konnte. Wenn ich es mal nutzte trieb mich die ewige Parkplatzsuche in den Wahnsinn. Schließlich führte es dazu, dass ich mir die gleiche Frage, die ich mir drei Jahre zuvor in Tübingen gestellt hatte, nochmals stellte: Brauche ich wirklich ein eigenes Auto? Emotional fiel es mir doch sehr schwer, mich von meinem Auto und der damit verbundenen Flexibilität und Freiheit zu trennen. Als Ökonom blieb für mich daher nur die Schlussfolgerung, dass ich ausrechnen muss, was mich diese Flexibilität und Freiheit kostet und ob ich bereit bin diesen Betrag dafür zu zahlen.

Rechnet sich ein eigenes Auto?

In einem ersten Schritt habe ich ausschließlich die Unterhaltskosten berechnet, das heißt KfZ-Steuer, Versicherungszahlungen sowie die anfallenden Kosten für Wartungen und Reparaturen. Das Ergebnis überraschte mich dann doch etwas. Insgesamt habe ich im Jahr 1.320 Euro für mein Auto ausgegeben ohne auch nur einen einzigen Kilometer damit gefahren zu sein.

In einem zweiten Schritt habe ich recherchiert, was mich Car-Sharing kosten würde. Im Unterschied zu Tübingen gab es in Berlin bereits 2014 eine Reihe von Anbietern mit unterschiedlichen Car-Sharing-Konzepten, die seitdem auch noch stetig gewachsen sind. Ich habe mich zunächst für einen stationären Car-Sharing-Anbieter entschieden, das heißt die Autos stehen einem an bestimmten Stationen zur Verfügung und man muss sie auch dort wieder abgeben. Der Anbieter, für den ich mich schließlich entschieden habe, hatte in dem von mir gewählten Tarif keine Jahresgebühr. Mit jährlich 50 Euro konnte man aber die Selbstbeteiligung im Schadensfall von 1.000 Euro auf 200 Euro reduzieren. Weitere Kosten kommen lediglich bei der Nutzung der Autos auf. Diese setzen sich aus einem Zeit- und einem Kilometerpreis zusammen.

Bei einem Auto in vergleichbarer Größe zu meinem eigenen Auto bedeutete dies, dass ich mir zwei Mal im Monat für einen ganzen Tag ein Car-Sharing-Auto nehmen und jeweils etwa 250 km fahren könnte bevor mein eigenes Auto günstiger wäre. Diese Rechnung ist dabei sehr vereinfacht, da sie weder den Wertverlust meines eigenen Autos, noch andere Tarife beim Anbieter, die für Vielnutzer deutlich günstiger sind, berücksichtigt. Zudem habe ich die Rahmenbedingungen (angenommener Verbrauch (6,0 l/100 km), Benzinpreis (1,10 €/l, und Mietdauer (1 h/10 km)) die Option eigenes Auto begünstigt. Dies sollte verdeutlichen, dass die Rechnung in der Realität eher noch stärker zugunsten von Car Sharing ausfallen würde. Anbei ein kleines tabellarisches Rechenmodell.

Annahmen zur Tabelle: Hier werden meine Ausgaben beim eigenen Auto mit meinem CarSharing Tarif verglichen. Andere Tarife bzw. Anbieter können zu höheren oder niedrigeren Kostensätzen führen. Da ich das Car-Sharing-Auto häufig für längere Fahrten ins Umland nutze, habe ich ein recht hohen „Stundenverbrauch“ mit einer Stunde für zehn gefahrene Kilometer. Auch hier kommt man möglicherweise mit Tagestarifen etc. günstiger hin.

Mobil sein ohne eigenes Auto

Nachdem ich mich schweren Herzens von meinem eigenen Auto getrennt habe, nutze ich mittlerweile neben dem stationären Car-Sharing-Modell auch ein nicht stationäres Car-Sharing-Modell. Letzteres hat den Vorteil, dass die Autos innerhalb des Geschäftsgebietes verteilt stehen und man sich bei Bedarf via App ein freies Auto in der Nähe sucht und es am Zielort einfach wieder abstellt. Dieses System ist zwar etwas teurer als die stationären Modelle, hat aber den Vorteil, dass man das Auto überall innerhalb des Geschäftsbereichs wieder abgeben kann und es nicht wieder zu einer Station zurück bringen muss. Somit nutze ich für weitere Fahrten insbesondere ins Umland, das günstigere stationäre System und für Fahrten innerhalb Berlins das nicht stationäre Modell.

Für mich hat Car Sharing auch dazu geführt, dass mir die Kosten einer Autofahrt deutlich bewusster sind. Beim eigenen Auto bin ich meist einfach losgefahren und habe mir meist auch über die Benzinkosten wenig Gedanken gemacht. Jetzt überlege ich mir, ob das Auto tatsächlich die beste Option ist, oder ob ich nicht günstiger und teilweise sogar ohne Zeitverlust mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Nahverkehr an mein Ziel komme. Dies hat zur Folge, dass ich das Auto nur sehr selten benutze und dies meist, wenn ich viele oder schwere Gegenstände transportieren muss. Dies sind innerhalb Berlins vor Allem Fahrten zum Recyclinghof oder zu Freunden. Letztendlich hat sich das Car-Sharing-System auch in spontanen Notsituationen bewährt. Als aufgrund eines Sturms meine Frau aus Hamburg nicht mehr nach Berlin kam, konnte ich ein Car-Sharing-Auto ausleihen und sie dort abholen.

Habe ich Freiheit aufgegeben oder sogar gewonnen?

Insgesamt hat sich für mich herausgestellt, dass ein eigenes Auto zwar viel Flexibilität und Freiheiten gibt, dies aber zu einem sehr hohen Preis erfolgt. Mit Car Sharing gibt es eine sinnvolle Alternative, die kostengünstiger ist und man befreit sich auch von den Verpflichtungen, die mit einem eigenen Auto auf einen zukommen. Zudem kann man über Car-Sharing für jede Gelegenheit, beispielsweise Möbeltransporte, das passende Auto mieten und viele Car-Sharing-Anbieter sind in mehreren Städten vertreten. Letzteres erhöht die Flexibilität, da man für lange Strecken bequem den Zug nutzen kann und sich einfach am Zielort ein passendes Auto holt. Nicht stationäre Systeme haben außerdem den Vorteil, dass man die Autos auch nur für eine Strecke nutzen kann oder spontan ein Auto ausleihen kann, wenn es beispielsweise zu Ausfällen im öffentlichen Nahverkehr kommt. Auch wenn es nicht mein Hauptkriterium war, so ist es doch auch das ökologisch nachhaltigere Modell, da man sich besser überlegt, wann man wirklich ein Auto benötigt und dasselbe Auto von mehreren Personen genutzt werden kann.

Rückblickend betrachtet wäre eine Lösung ohne eigenes Auto auch in Tübingen die kostengünstigere Option gewesen ohne einen deutlich höheren Zeitaufwand in Kauf nehmen zu müssen. Eine Car Sharing Option gab es in der Nähe meiner Wohnung und für die Flughafenfahrten hätte man auch einen Fahrservice in Anspruch nehmen können. Ob ich mich heute in Tübingen für die CarSharing-Lösung statt dem eigenen Auto entscheiden würde ist schwer zu beantworten. Ich vermute mal, dass ich mich tatsächlich anders entscheiden würde und CarSharing wählen würde, kann aber nicht ausschließen, dass auf die Dauer die Bequemlichkeit gesiegt hätte.

Beim Schreiben dieses Beitrags sind mir aber nochmal ein paar Dinge bewusst geworden. Für meine Situation ist Car Sharing eine sehr gute Alternative zum eigenen Auto. Dies liegt vor Allem daran, dass Berlin nicht nur ein sehr gut ausgebautes Nahverkehrssystem hat, sondern laut Carsharing News das mit Abstand größte Angebot an CarSharing-Angeboten hat, die auch noch durch Sharing-Angebote für Elektroroller und Fahrräder ergänzt werden. Mittlerweile existiert aber auch in anderen Großstädten ein gutes bis sehr gutes Angebot an CarSharing-Modellen. Insbesondere in Klein- und Mittelstädten ist es allerdings möglich, dass man entweder keine Anbieter findet oder die Infrastruktur der vorhandenen Anbieter recht klein ist. Dies macht das eigene Auto wieder attraktiver. Zudem ist man weiterhin auf ein eigenes Auto angewiesen, wenn man in Vororten oder auf dem Land lebt und es gar keine Angebote gibt.